Pollen-Flugweite bis 400 Kilometer

Mit der Zeit der Pollenflüge zu Frühlingsbeginn bricht für viele Betroffene die belastende Phase der Allergien an. Die Vorfreude auf eine schöne Zeit im Freien wird getrübt. In Europa sind rund 80 Millionen Menschen davon betroffen.

Wie Pollen uns beeinflussen
Die Pollen, das männliche Erbgut der Pflanzen, gelangen mit dem Wind oder Insekten von einer Pflanze zur anderen. Eine Roggenähre kann über vier Millionen Pollenkörner auf die Reise schicken. Und das kann heißen, dass sich diese Pollen bis zu 400 Kilometer weit verbreiten.

Was ist eine Allergie?
Eine Allergie ist eine spezifische Reaktion des Körpers auf bestimmte, im Grunde harmlose Stoffe aus unserer Umwelt – sogenannte Allergene. Das Immunsystem sieht diese allerdings als Fremdkörper. Bei einer Allergie kommt es dabei aber zu einer stark übersteigerten Reaktion. Die häufigsten Auslöser sind: Birken, Erle, Hasel und Gräserpollen.

Die Umweltverschmutzung verstärkt Allergien
Grundsätzlich spielt die genetische Disposition eine Rolle, ob man eine Allergie bekommt oder nicht. Es können sich aber auch erst später Beschwerden zeigen und entwickeln. Zunehmend sind hohe Ozon- und Stickstoffdioxid-Werte und diese haben schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Sie werden nämlich wenig bis gar nicht von den Schleimhäuten gefiltert und gelangen so direkt in die Bronchien.

Wann was fliegt, ist nicht genau vorhersehbar
Die Pollensaison lässt sich nicht exakt vorhersagen. Ist es früher warm und mild, startet auch die Allergie-Zeit eher. Bei trockenem Wetter geht es mit Hasel und Erle los. So um Mitte März folgt dann die Birke. Mit den Gräsern Mitte Mai geht es dann aber in eine intensive Zeit der Pollen und diese dauert schon mal rund zwei Monate an.

Tipps bei Heuschnupfen
Viele Pollen-Allergiker reagieren mit Heuschnupfen. Wenn Sie möglichst auf folgendes achten, geht es Ihnen in dieser Zeit besser:

• Kurz nach einem Regenschauer ist die Luft besonders pollenarm – am besten jetzt laufen gehen, Rad fahren oder in den Wald spazieren gehen.
• In ihrem Garten nur solche Sträucher und Kräuter und Co pflanzen, gegen deren Pollen keine Allergie besteht.
• Meist gut vertragen werden gegen Heuschnupfen: z. B. Hortensien, Hibiskus, Löwenmäulchen und Azaleen

Der Heuschnupfen sollte auf keinen Fall auf die leichte Schulter genommen werden. Den unbehandelt, kann er in allergisches Asthma übergehen.

Wie kann ich entgegenwirken
Eine langfristige Möglichkeit kann die Anwendung der so genannten SIT – Spezifische Immuntherapie – sein. Diese wird auch als Hyposensibilisierung bezeichnet. Dabei wird dem Körper, dass die Reaktionen auslösende Allergen über drei Jahre in geringer Menge als Tablette, Tropfen oder als Injektionen zugeführt. Die Dosis wird dabei langsam erhöht. So kann das Immunsystem eine Toleranz gegenüber den Allergieauslösern entwickeln.

Im akuten Fall
Die meisten Allergien können mit Medikamenten behandelt werden. Diese mildern oder verhindern das Auftreten von Allergie-bedingten Symptomen.

Ihr Apotheker-Team unterstützt Sie gerne bei allen Fragen zur Prävention und Behandlung von Allergien und findet die beste Lösung – für Sie und ihre Gesundheit!